Arten von Bestattungen

Folgende Formen der Bestattung sind möglich:

  • Erdbestattung des Leichnams in einem Grab
  • Feuerbestattung (Kremation): die anschließende Beisetzung der Urne erfolgt auf einem Friedhof - neuerdings wahlweise auch in einem Friedwald/Ruheforst -, als Seebestattung.
    Wobei bei Feuerbestattung gewählt werden kann zwischen einem eigenen Grab oder einer anonymen Grabstelle
  • Körperspende: das Vermachen der Leiche an Anatomie und Wissenschaft schließt eine anschließende Bestattung (meist Kremation), bezahlt vom entsprechenden Institut, mit ein.

Die Erdbestattung
Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in einem Grab in der Erde. (Im Prinzip sind auch Urnenbeisetzungen Erdbestattungen, da auch hier die Asche in der Erde beigesetzt wird, aber werden mit diesem Begriff in der Regel nicht gemeint.)
Deutsche Bestattungsvorschriften schreiben für die Bestattung einer Leiche in der Erde die Verwendung eines Sarges vor. Die beispielsweise im Islam übliche Bestattung nur in einem Tuch ist normalerweise nicht gestattet.
Erdbestattungen müssen in Deutschland innerhalb von 8 Tagen nach dem Tod und können frühestens 48 Stunden nach dem Tod durchgeführt werden

Die Feuerbestattung
Die Feuerbestattung bedarf einer gesonderten Genehmigung. Insbesondere dürfen keine Zweifel an der Todesursache bestehen, da eine nachträgliche Untersuchung der Leiche (Exhumierung) nach der Verbrennung nicht mehr möglich ist.
Eine Trauerfeier kann bei einer Feuerbestattung vor der Verbrennung stattfinden (am Sarg des Verstorbenen) oder nach der Verbrennung während der Beisetzung der Urne.
Der Leichnam wird mit dem Sarg in einem Krematorium verbrannt. Ein Schamottestein mit einer Nummer, der zum Leichnam gelegt wird, gewährleistet die eindeutige Zuordnung der Asche. Anschließend wird diese in eine Aschenkapsel gefüllt. In deren Deckel werden Name, Geburts-, Todes- und Einäscherungsdatum eingeprägt. Zur Beisetzung kommt die Aschenkapsel in eine Überurne, die überwiegend dekorative Zwecke hat. Die restliche Asche mit Knochenresten, die aufgrund von Amalgamfüllungen, Herzschrittmacherbatterien u. ä. belastet ist, wird entsorgt(!).

Seebestattung in Deutschland
Statt einer herkömmlichen Sarg- oder Urnen-Bestattung auf einem Friedhof ist es seit 1934 in Deutschland auch möglich, eine Seebestattung vorzunehmen. Dafür wird die Asche in einer speziellen Seeurne außerhalb der sogenannten Dreimeilenzone (speziell eingezeichnete Seegebiete in Seekarten) nach den seemännischen Bräuchen dem Meer übergeben. Der Kapitän spricht dabei die Trauerrede.
Die Seeurnen bestehen aus entsprechenden Materialien wie Zellulose, gepresstem Sandstein, oder anderen Mineralien und lösen sich innerhalb kurzer Zeit nach der Beisetzung vollständig im Wasser auf.
Die genauen Koordinaten der Position der Seebestattung werden in das Schifflogbuch eingetragen. Auf Wunsch erhalten die Angehörigen eine Urkunde mit diesen Koordinaten und einen Auszug aus dem Logbuch des Beisetzungsschiffes.
  Voraussetzungen für eine Seebestattung in Deutschland:
Eine Seebestattung muss behördlich genehmigt werden. Dazu ist es notwendig, dass der Verstorbene in besonderer Weise mit der See verbunden war. Dies kann beispielsweise eine frühere Tätigkeit als Seefahrer oder eine tiefe geistige Verbundenheit zur See sein. Im Allgemeinen reicht eine Erklärung der Angehörigen gegenüber den zuständigen amtlichen Stellen aus.

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